Eco Pfad Archäologie Sieburg

Marien­darstellung an einem Kirchenfenster der Altstädter Kirche in Hofgeismar
Experimenteller Nachbau eines ­bronzezeitlichen Grabhügels
Niveaukarte des Kurfürstentums Hessen von 1857, vergrößerter Ausschnitt der "Siburg"
Der Vorwall der Sieburg ist noch heute zu erkennen

Von Weser und Diemel umflossen

Der Eco Pfad Archäologie Sieburg erschließt die mit 140 Hektar flächenmäßig größte Befestigungsanlage Hessens. Was zwischen der Zeit der bronzezeitlichen Grabhügel bis zur Zeit der Marienkapelle am Wechselberg auf der Hochfläche passiert ist, ist noch weitgehend unerforscht.

Auf den ersten Blick fällt die besondere strategische Lage der Sieburg auf. Die Sieburg wird von Weser und Diemel umflossen – das Plateau fällt zu den Flüssen steil ab und bietet so hervorragenden Schutz. Den Zugang von Süden in Richtung Reinhardswald bildet ein nur 600 Meter breiter Geländesattel, der ebenfalls leicht zu verteidigen ist.

Der Eco Pfad macht diese besondere topographische Situation erfahrbar. Wer den Aufstieg von Helmarshausen oder Bad Karlshafen nutzt, für den liegt es nahe, diesen Ort als über die Jahrtausende hinweg als immer wieder genutzt und bewohnt zu betrachten. Datierende Funde, die eine solche These stützen könnten, fehlen allerdings bisher.

Wettervorhersage für den Eco Pfad Archäologie Sieburg
Do.
10°C
Fr.
16°C
Sa.
19°C
So.
19°C

Wanderweg: ca 10 km Gehzeit: ca. 2,5 Std.

Stand: Oktober 2008
Texte: Dr. Thilo Warneke; Grafische Gestaltung: Birgit Mietzner
Mit Unterstützung vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Abt. Archäologie, Marburg
Der Eco Pfad Archäologie Sieburg wurde gefördert vom Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz und vom Landkreis Kassel.

Abbildungsnachweise: Mariendarstellung auf den Glasfenstern der Altstädter Kirche Hofgeismar (Foto B. Mietzner); Experimenteller Nachbau eines bronzezeitlichen Grabhügels (Foto: D. Vorlauf 1988); Landesaufnahme der Landgrafschaft Hessen-Kassel von Johann Georg Schleenstein (1705 – 1715), Blatt 3, vergrößerter Ausschnitt; Vorwall (Foto B. Mietzner).