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Basaltabbau
am Silbersee

Naturdenkmal
Kaiserbuche

 

Der Silbersee – Basalt im Habichtswald

Der Basaltabbau in dieser Gegend begann 1880, als der Pflastermeister Franz Bauch einen Bruch am Bühl bei Weimar eröffnete. Später folgten die Brüche "Brandkopf" und "Igelsburg" (heute "Silbersee").
Die Arbeiter brachen mit Hämmern und Eisenstangen mehr oder weniger große Basaltbrocken aus der Wand. War das Gestein zu hart, wurde mit Dynamit ein Teil der Wand herausgesprengt und anschließend in Handarbeit zerkleinert. Die gebrochenen Steine wurden anschließend auf Loren verladen und zur Weiterverarbeitung transportiert. Steine minderer Qualität zerkleinerte man in Brechern zu Schotter. Den hochwertigen Basalt schlugen Steinrichter zu Pflastersteinen. Schotter und Pflastersteine fanden beim Eisenbahn- und Straßenbau Verwendung.
Später übernahm Franz Menke den Betrieb, der neben anderen Brüchen ab 1925 auch am "Höllchen" bei Dörnberg Basalt abbaute. Sein Betrieb beschäftigte rund 250 Arbeiter aus den umliegenden Dörfern.
Aufgrund schlechter Steinqualität und sinkender Nachfrage schloss Menke 1936 den Bruch "Igelsburg", dem 1943 der Bruch "Höllchen" folgte.

Beide Abbaulöcher füllten sich rasch mit Grund- und Quellwasser und entwickelten sich zu den beliebten Naturbadeseen "Silbersee" und "Höllchen".

Eco Pfad Kulturgeschichte Habichtswald Tafel Der Silbersee – Basalt im Habichtswald

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